Eintrag 12: Zwischen Mondkratern und the Rock

Auf dem Weg vom Yellowstone National Park nach Reno gab's außer vielen Highway-Meilen mit mäßig interessanter Landschaft nur einen Lichtblick: Die Craters of the Moon!
Das ist eine riesige Basalt-Obsidian-Wüste, die sich vor Urzeiten bei durch Vulkanausbrüche gebildet hat. Bis heute wächst da kaum Grünzeug und die einzigen Tiere, die man regelmäßig sieht, sind Eidechsen und Krähen, die zwischen schwarzen Gesteintrümmern, Vulkankratern und versteinerter Lava einen Platz zum Leben gefunden haben.
 
Wir haben dort ein paar Stunden zugebracht bis die Sonne den schwarzen Grund soweit aufgeheizt hat, daß der Wind, der von der Ebene kam und uns den Basaltstaub ins Gesicht bließ auch nicht mehr wirklich kühlte. Und da mir der Wind zu allem Überfluss auch noch mein geliebtes CAT-Cap vom Kopf gerissen hatte, das jetzt irgendwo durch die Ebenen Idahos fliegt, war ich ganz froh als wir uns danach weiter Richtung Reno machten.
 
Nach einer Übernachtung in Twin Falls kamen wir dann einen Tag später in Reno an. Ich hatte zwar erwartet, daß es sich dabei um das Las Vegas für die kleinen Leute handelte, allerdings war ich dann doch ziemlich überrascht. Es gab zwar einige Kasinos in Downtown Reno, allerdings standen da auch mindestens drei Kasinos, die wohl pleite gemacht hatten oder aufgegeben worden waren und außerdem standen dort auch haufenweise leere Ladenlokale. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, daß die Stadt langsam am Aussterben war, denn viel war auch auf den Straßen und den Kasinos nicht los.
 
Immerhin war das Spielen deutlich günstiger und mit ein bisschen Glück konnten wir uns beim Roulette und Black Jack die Übernachtung in Crescent City am Redwood National Park zusammenspielen.
Dort brachten wir dann den Freitag mit Wandern zwischen den Redwoods, den größten Bäumen der Erde, zu.
Riesenbäume in einem Wald voller Riesenbäume zu fotographieren ist etwas schwierig. Daher musste Stephan, der so groß wie ich ist, hier als Maßstab herhalten.
 
Abends machten wir uns dann auf den Weg nach San Francisco, wo wir am Samstag ankamen. Leider war das Wetter hier mehr als schlecht. Wenn's nicht gerade bewölkt war, versank die Stadt und die Bucht im Nebel. Und der Wind, der vom Meer kam, machte die 10 - 15 °C nicht unbedingt erträglicher.

Trotzdem hatten wir heute Glück als wir nach Alcatraz aufbrachen. Die Sonne schaffte es zumindest ab und zu durch die Wolkendecke zu brechen, sodaß wir wenigstens ein paar Bilder mit nicht grauem Hintergrund schießen konnten. Außerdem sind wir natürlich auch ein paar Mal mit dem Cable Car gefahren, in Chinatown gewesen und haben die Fishermen's Wharf erkundet.
 
Morgen machen wir uns dann auf den Weg ins Silicon Valley, zum Yosemite National Park. Von dort geht's dann über den Sequoia National Park und eventuell San Diego nach Los Angeles. Und dann bin ich auch schon fast wieder auf dem Weg nach Deutschland. Bis denne!

26.5.09 06:45

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