Eintrag 10: Wild wild West - die ersten 1500 Meilen

Heute haben Stephan und ich es etwas ruhiger angehen lassen. Und da unser Motel hier in Richfield, Utah, ausnahmsweise doch mal ans Telekommunikationsnetz angeschlossen ist, kann ich also einen ersten Zwischenbericht abgeben.

Nachdem wir also letzten Freitag in aller Frühe zum Flughafen und dann über Charlotte nach LA geflogen sind, haben wir uns dort ohne uns großartig umzusehen ins Auto gesetzt und sind Richtung Death Valley gefahren. Gegen Abend waren wir dann in Ridgecrest, einem kleinen Ort kurz vor'm Death Valley. Dort haben wir dann übernachtet und sind am nächsten Morgen wieder früh los, um uns das Death Valley noch vor der Mittagssonne anzusehen. Der Plan ging auf und so konnten wir dort auch ein paar kleinere Spaziergänge machen, bevor wir dann vor der Hitze Richtung Las Vegas flohen.

Unser Hostel in Las Vegas verfügte neben einem eigenen Casino zum Glück auch über einen Pool, sodaß wir den späten Nachmittag und frühen Abend darin zubrachten. Als die Sonne dann langsam unterging verließen wir den Pool und machten uns auf zum Strip - Zocken wollten wir noch nicht, erst mal nur Fotos machen.

Am nächsten Tag gammelten wir wieder zunächst am und im Pool, bevor wir uns dann wieder mit der untergehenden Sonne Richtung Strip aufmachten. Diesmal waren das Mirage, das Bellagio und das MGM Grand eingeplant. Naja, Glücksspiel ist nicht meine Stärke: Das, was ich in den ersten beiden Casinos gewonnen hatte, verlor ich dann im dritten. Egal, zum Üben schon mal nicht schlecht. Immerhin steht auf dem Rückweg noch Reno auf dem Programm.

Am Montag Morgen dann wieder früh los. Diesmal wollten wir zum Hoover Dam und danach zum Grand Canyon und im letzteren noch eine Wanderung unternehmen, bevor die Sonne untergeht. Letzteres hat leider nicht ganz geklappt. Oder zum Glück, wie man's nimmt. Den Sonnenuntergang haben wir unten im Canyon mitbekommen, sodaß wir dann mit zunehmender Dunkelheit wieder hinausklettern mussten. Als wir dann gegen 21 Uhr in absoluter Dunkelheit bei unserem Auto ankamen, wollten wir eigentlich nur noch schlafen, aber leider wies uns ein Park Ranger gegen 0:30 Uhr darauf hin, daß Wild Camping verboten sei und wir doch bitte den Campingplatz anlaufen sollten. Da wir für eine unbequeme Übernachtung im Auto nicht auch noch Zahlen wollten, haben wir uns mit dem Auto eine dunkle Ecke hinter dem Grand Canyon Visitor's Center gesucht und dort weiter gepennt - diesmal ohne Störungen.
 
Am nächsten Morgen dann, nach einer weiteren Wanderung in den Canyon, sind wir zum Navajo National Monument. Dabei handelt es sich um ein Pueblo in einer Steinnische. Der Anblick war schon toll, allerdings hätte ich mir das ganz lieber aus der Nähe angesehen. Leider war das aber verboten.

Danach ging's dann weiter ins Monument Valley. Das kennt ihr bestimmt aus irgendwelchen Western oder der Marlboro-Reklame. In der Abendsonne war das auf jeden Fall ein super Anblick!
 
Mittwoch waren wir dann im Arches National Park, der berühmt ist für seine steinernen Bögen. Während man im Monument Valley mit dem Auto rumfahren musste, war hier dann wieder Wandern angesagt. Wir entschieden uns für zwei kleinere und eine größere Strecke zu den interessanteren Bögen und verbrachten somit den ganzen Tag dort.

Heute ging's dann in den Bryce Canyon. Da wir noch von gestern ziemlich KO waren, entschieden wir uns hier nur eine Wanderung zu unternehmen und ansonsten die diversen Viewpoints anzufahren und wie alle anderen Touristen auch von dort Fotos zu schießen.

Morgen machen wir uns dann weiter auf den Weg nach Norden. Zunächst geht's nach Salt Lake City und dann weiter zum Yellowstone Park, dem nördlichsten Punkt unseres Trips.

15.5.09 07:47

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