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Japan 05: Im Schatten des Fuji-san

Seit zwei Wochen bin ich jetzt hier nördlich des Fuji-san. Und da ich direkt am Fuße des Berges wohne und arbeite, würde ich mich tatsächlich den Großteil des Tages in seinem Schatten befinden. Zumindest hatte ich das erwartet, nachdem ich dieses Foto meines Arbeitsplatzes gesehen hatte.

Allerdings kann ich die paar Male, die ich den Fuji-san bereits gesehen habe, immer noch an einer Hand abzählen, weil er sich zu dieser Jahreszeit meistens in Wolken hüllt.

Da es hier in Fujiyoshida außer dem Berg nur noch einen Achterbahnpark gibt, bin ich letztes Wochenende bei ausnahmsweise mal sonnigem Wetter morgens los und habe mich zunächst an die Besteigung des Berges gemacht. Die Wanderroute, die mir am nächsten war, führt leider zum Großteil durch dichten Wald. Dadurch bietet sich einem auch auf halber Höhe kaum eine Aussicht, weder Richtung Gipfel noch Richtung Umland.


Interessant wurde es dann allerdings auf meinem angepeilten letzten Stück der Wanderung. Die Schneegrenze lag nämlich schon deutlich niedriger als ich erwartet hatte und so war ich mit Halbschuhen natürlich optimal ausgestattet, um durch die zunehmend dickere Schneedecke zu stapfen. Dafür wurde der Wald dann aber auch langsam lichter und ich bekam doch noch eine ganz gute Aussicht präsentiert. Lange genießen konnte ich sie allerdings nicht, da ich vor Einbruch der Dunkelheit wieder unten sein wollte - im Dunkeln über Schnee und Eis zu klettern erschien mir doch wenig verlockend emotion

Soviel zur Freizeitgestaltung. Im Praktikum lief's dann auch etwas anders als ich es mir vorgestellt hatte. Nachdem ich die letzten zwei Wochen in Atsugi in der Sales Promotion "tätig" gewesen war, hatte ich mich richtig auf die zwei Wochen Quality Inspection gefreut, da das doch endlich wieder nach Ingenieurstätigkeit aussah. War's dann auch, allerdings nicht für mich. Anstatt selber mitarbeiten zu dürfen, war ich dazu verdammt, zwei Wochen lang rumzustehen und zuzuschauen, was bei einer 40 Stunden Woche wahrscheinlich deutlich anstrengender ist als tatsächlich zu arbeiten. Ich hoffe jedenfalls, daß die kommenden zwei Wochen in der Forschung/Entwicklung im Speziallabor wieder deutlich mehr Arbeit für mich bieten. Das ist zum einen sehr viel interessanter und zum anderen auch besser für meinen Praktikumsbericht: auf zwei weitere Wochenberichte à la Creative Writing habe ich echt keine Lust...


Und zum Schluß: Letztens bin ich dann aber doch noch zu meinem eigenen Foto des Fuji-san gekommen! emotion Und hier wohne ich. Auch diese Karte ist allerdings nicht mehr aktuell, auf der Wiese steht nun mein Wohnheim.


3 Kommentare 13.12.09 11:38, kommentieren