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Eintrag 5: Und nun zum Sport

Ich habe wieder angefangen Basketball zu spielen. Es gibt hier eine uni-interne Liga und mein Wohnheim hat jeweils für die Jungs-/Mädels- und Mixed-Abteilung eine Mannschaft aufgestellt. Da meine Mitbewohner alle etwas kleiner sind als ich, haben sie mich gefragt, ob ich für sie spielen würde. Die Art und Weise, wie sie fragten, ließ ein "Nein" als Antwort nicht zu, aber ich wollte zunächst eh unbedingt spielen - die Betonung liegt dabei eindeutig auf zunächst.

Das erste Training war Mitte Januar. Es hat tierisch Spaß gemacht mal wieder "richtigen" Sport zu betreiben, allerdings war meine Kondition sowas von im Keller, daß ich nach einer viertel Stunde erledigt war - Kickern ist halt nicht unbedingt konditionsfördernd. Trotzdem war ich der festen Überzeugung, daß ich mit etwas mehr Training wieder fit werden würde. Das war  noch am selben Abend...

Am nächsten Morgen sah die Welt dann ganz anders aus. Eigentlich hätte ich um 08:05 Uhr im Unterricht sitzen müssen. Ich konnte allerdings nicht einmal aus meinem Bett klettern (ich schlafe oben). Schuld war ein... - normalerweise würde ich Muskelkater sagen, aber das wäre in diesem Fall die Untertreibung des Jahres. Das war dann jedenfalls der Zeitpunkt, an dem ich beschloss, daß es eine gute Idee wäre, mein Basketball-Comeback zu beenden und Basketball nur noch als Zuschauer zu erleben.



Das macht nämlich ebenfalls tierisch Spaß. Als Studenten der NC State können wir für jedes Heimspiel unserer  Uni-Mannschaft, dem "Wolfpack", auf ein Kontingent von Freikarten zurückgreifen, die in einem Lotterie-Verfahren an die Studenten verteilt werden. Und was die sportbesessenen US-Amerikaner dann während des Spieles für eine Atmosphäre aufbauen ist genial. Leider hat unser Team die Hinrunde vergeigt, sodaß jetzt die letzten Heimspiele alle gewonnen werden müssen, um noch Chancen für die Play-offs zu erhalten, aber die Unterstützung durch den "Red Terror" - das sind die rotgekleideten Fans, sprich auch meine Komilitonen und ich - hat sich schon ausgezahlt. Das Lokalderby gegen unsere direkten Nachbarn Wake Forest haben wir gewonnen. Bleiben noch die Spiele gegen Virginia Tech, Maryland und Boston College.

Zurück zu meinem Basketball spielen: Das Spiel gegen Wake Forest und die ganze Stimmung des Drumherums brachte meinen "Rücktrittsbeschluss" ganz schön ins wanken und als dann ein paar Tage später aus diesem muskelzereißendem Etwas ein gewöhnlicher Muskelkater wurde, feierte ich  den Rücktritt vom Rücktritt - sehr zur Freude meines Teams.

Ein weiteres "sportliches" Highlight ist die alljährliche "Krispy Kreme Challenge". Das ist, würde ich behaupten, ein typisch us-amerikanischer Wettkampf, der von der NC State ausgerichtet wird und national immer populärer wird. Dieses Jahr war sogar das Fernsehen da und hat live Bericht erstattet. Abgesehen vom Fernsehen kommen auch jedes Jahr mehrere Hundert Zuschauer, die sich das ganze nicht entgehen lassen wollen.

Nun, kurz zusammengefasst ist die "Krispy Kreme Challenge"  so eine Art Dreikampf. Die erste Disziplin besteht darin zwei Meilen zum Krispy Kreme zu laufen.


Krispy Kreme ist eine Donought-Bäckerei, womit wir auch schon zur zweiten Disziplin kommen: 12 standard-große Donoughts essen. Zum Runterspülen gibt's wahlweise Kaffee, Tee, Milch oder Wasser. Eingefleischte Wettkampfteilnehmer wissen, daß man nur Wasser nehmen darf, sonst gibt's angeblich bei der dritten Disziplin Probleme: Zwei Meilen zurück zum Start laufen ohne kleine Donought-Türmchen auf der Straße zu bauen. Für die Zuschauer ist dies natürlich der spannende Teil <img xsrc=


Dieses Jahr waren es etwas mehr als 5000 Läufer. Die Donoughts gibt es natürlich nicht um sonst. Jeder Läufer muss eine Startgbühr von etwa $15 USD entrichten. Dieses Geld wird dann für einen wohltätigen Zweck gespendet.

3 Kommentare 16.2.09 00:13, kommentieren