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Hi Leute! Ein paar Worte vorweg...

... aus den USA bin ich ja nun seit gut fünf Wochen wieder zurück. Aber lange bleiben, werde ich dann doch nicht. Bald geht's für drei Monate nach Japan.

Und dann gilt wieder, daß ich hier mit absolut unzuverlässiger Regelmäßigkeit, sprich je nach Lust, Zeit und vor allem Laune, über meine Erfahrungen in Japan schreiben werde.

 

So viel dazu. Nun viel Spaß mit meinem Blog! Hagen

7.1.09 16:45, kommentieren

Eintrag 1: Die ersten Tage...

... liefen (fast) reibungslos.

Nachdem ich am Samstag um 00:00 Uhr den Raleigh/Durham  International Airport verlassen hatte, ließ ich mich von 'nem Taxi in mein Motel kutschieren, wo ich mich dann auch sofort auf's Ohr haute.

Da ich erst nachmittags um 17:00 Uhr mein Wohnheim, Alexander Hall, beziehen können und mein Motel allerdings um 12:00 Uhr verlassen sollte, entschied ich mich dazu, die 5 Meilen zur Uni zu laufen und mir ein bisschen die Gegend anzusehen - bei etwa +10°C im übrigen . Naja, jedenfalls weiß ich nun, warum die Amis alle Auto fahren: es gibt so gut wie keine Fuß-/Fahrradwege, weshalb mein Spaziergang nach etwa 100m an einer Tanke endete und ich mir ein Taxi rufen ließ - habe nun immerhin den Highway gesehen...

Entsprechend früh war ich dann bei meinem Wohnheim, das zum Glück schon offen war und ich somit auch mein Zimmer schon beziehen konnte. Außer mir waren bereits eine Hand voll der US-Studenten nach ihrer Winterpause wieder eingezogen und meine restlichen Wohnheimmitbewohner erschienen fast alle bis spätestens Sonntag Abend - mein Roommate hatte sich bei mir mit einem Brief für Dienstag Abend angekündigt.

 

Sonntag Abend waren dann alle Internationalen Studenten angekommen und die Alexander Ambassadors - US-Studenten, die versuchen uns hier in die Gemeinschaft zu integrieren - hatten stapelweise XXL-Pizza und Getränke organisiert und einen Kennlernabend auf die Beine gestellt. Da die meisten von uns Internationalen allerdings noch müde waren von der Reise (Jetlag ist sooooooo toll...) und die Orientierungstage am nächsten Morgen um 08:00 Uhr beginnen sollten, war der Abend früher vorbei als ich gehofft, bzw. erwartet hatte - egal, es ist noch genug Zeit alle kennen zu lernen.

1 Kommentar 7.1.09 17:54, kommentieren

Eintrag 2: Orientierung und erste Vorlesungen

Montag und Dienstag waren zur Orientierung gedacht. Es ging um 08:30 Uhr mit einem Frühstück los und dann wurden wir darüber aufgeklärt, wie das Leben als Student an der NC State abläuft. Wir sind also verschiedene Dinge durchgegangen, zum Beispiel, wie wir uns zu verhalten haben, wenn der Prof nicht erscheint. Sollte das tatschlich mal der Fall sein, dann gibt man ihm 15 Minuten Zeit zu erscheinen, bevor man selber verschwindet.
Außerdem wurden wir über den "Student's Code of Honor" aufgeklärt. Dabei handelt es sich im Prinzip um einen Leitfaden, in dem erklärt wird, was alles als Schummeln, Spicken etc betrachtet wird, und mit welchen Konsequenzen man zu rechnen hat.
Und natürlich wurden wir auch darauf hingewiesen, daß den meisten Studenten hier der Genuß von Alkohol untersagt ist - die meisten meiner neuen Komilitonen sind so knappe 19 - 20 Jahre alt. Ich habe immerhin das Glück im einzigen "wet dorm" (Wohnheim, in dem das Trinken erlaubt ist) zu wohnen, allerdings gilt auch hier: Alkohol nur hinter geschlossenen Türen, in Räumen, in denen einer der Bewohner mindestens 21 und anwesend ist und Transport nur in "unverdächtigen" Plastiktüten
 
Am Mittwoch begannen dann die ersten Vorlesungen. Nachdem ich ja zuerst befürchtet hatte, daß in jedem meiner Kurse Anwesenheitspflicht herrschen würde und es täglich Hausaufgaben geben würde, habe ich schnell festgestellt, daß es doch etwas entspannter ist. Nichts desto Trotz habe ich tatsächlich zwei Kurse mit Anwesenheitspflicht und einen Kurs, in dem es wöchentlich Hausaufgaben geben wird - das, denke ich, werde ich aber verkraften.
 
Naja, insgesamt war die erste Woche nicht wirklich spannend. Man hatte viel Zeit die ganzen Leute kennenzulernen, die All-you-can-eat-Mensen zu testen und ein paar nahegelegene Kneipen und Clubs auszuprobieren. Interessanterweisen schließen diese hier alle morgens um 02:00 Uhr, sodaß mir noch genug Zeit bleibt, um zu schlafen, bevor ich am nächsten Morgen die 2 Minuten Fußmarsch in meinen Klassenraum antrete
 

2 Kommentare 11.1.09 20:01, kommentieren