Hi Leute! Ein paar Worte vorweg...

... aus den USA bin ich ja nun seit gut fünf Wochen wieder zurück. Aber lange bleiben, werde ich dann doch nicht. Bald geht's für drei Monate nach Japan.

Und dann gilt wieder, daß ich hier mit absolut unzuverlässiger Regelmäßigkeit, sprich je nach Lust, Zeit und vor allem Laune, über meine Erfahrungen in Japan schreiben werde.

 

So viel dazu. Nun viel Spaß mit meinem Blog! Hagen

7.1.09 16:45, kommentieren

Japan 05: Im Schatten des Fuji-san

Seit zwei Wochen bin ich jetzt hier nördlich des Fuji-san. Und da ich direkt am Fuße des Berges wohne und arbeite, würde ich mich tatsächlich den Großteil des Tages in seinem Schatten befinden. Zumindest hatte ich das erwartet, nachdem ich dieses Foto meines Arbeitsplatzes gesehen hatte.

Allerdings kann ich die paar Male, die ich den Fuji-san bereits gesehen habe, immer noch an einer Hand abzählen, weil er sich zu dieser Jahreszeit meistens in Wolken hüllt.

Da es hier in Fujiyoshida außer dem Berg nur noch einen Achterbahnpark gibt, bin ich letztes Wochenende bei ausnahmsweise mal sonnigem Wetter morgens los und habe mich zunächst an die Besteigung des Berges gemacht. Die Wanderroute, die mir am nächsten war, führt leider zum Großteil durch dichten Wald. Dadurch bietet sich einem auch auf halber Höhe kaum eine Aussicht, weder Richtung Gipfel noch Richtung Umland.


Interessant wurde es dann allerdings auf meinem angepeilten letzten Stück der Wanderung. Die Schneegrenze lag nämlich schon deutlich niedriger als ich erwartet hatte und so war ich mit Halbschuhen natürlich optimal ausgestattet, um durch die zunehmend dickere Schneedecke zu stapfen. Dafür wurde der Wald dann aber auch langsam lichter und ich bekam doch noch eine ganz gute Aussicht präsentiert. Lange genießen konnte ich sie allerdings nicht, da ich vor Einbruch der Dunkelheit wieder unten sein wollte - im Dunkeln über Schnee und Eis zu klettern erschien mir doch wenig verlockend emotion

Soviel zur Freizeitgestaltung. Im Praktikum lief's dann auch etwas anders als ich es mir vorgestellt hatte. Nachdem ich die letzten zwei Wochen in Atsugi in der Sales Promotion "tätig" gewesen war, hatte ich mich richtig auf die zwei Wochen Quality Inspection gefreut, da das doch endlich wieder nach Ingenieurstätigkeit aussah. War's dann auch, allerdings nicht für mich. Anstatt selber mitarbeiten zu dürfen, war ich dazu verdammt, zwei Wochen lang rumzustehen und zuzuschauen, was bei einer 40 Stunden Woche wahrscheinlich deutlich anstrengender ist als tatsächlich zu arbeiten. Ich hoffe jedenfalls, daß die kommenden zwei Wochen in der Forschung/Entwicklung im Speziallabor wieder deutlich mehr Arbeit für mich bieten. Das ist zum einen sehr viel interessanter und zum anderen auch besser für meinen Praktikumsbericht: auf zwei weitere Wochenberichte à la Creative Writing habe ich echt keine Lust...


Und zum Schluß: Letztens bin ich dann aber doch noch zu meinem eigenen Foto des Fuji-san gekommen! emotion Und hier wohne ich. Auch diese Karte ist allerdings nicht mehr aktuell, auf der Wiese steht nun mein Wohnheim.


3 Kommentare 13.12.09 11:38, kommentieren

Japan 04: Tokyo!

Nachdem ich mich die ersten Wochenenden im Umland rumgetrieben habe, bin ich an den letzten beiden Wochenenden endlich nach Tokyo rein. Und, ich weiß zwar noch nicht wann oder wie, ich muss da noch mal hin!

(Blick vom Rathaus Richtung Tokyos Zentrum)

Die Stadt ist einfach riesig - in jeder Hinsicht!  Als eine der größten Städte der Welt erstreckt sie sich von Horizont zu Horizont, Wolkenkratzer stellen Hochhäuser in den Schatten und wenn ich mir überlege, was ich im U-Bahn-Netz an Kilometern sowohl per Bahn als auch zu Fuß zurückgelegt habe, dürfte ein Großteil der Stadt auch mindestens zweigeschossig unterkellert sein - hat ein bisschen was von Raccoon City...

(Blick in die andere Richtung)

Natürlich sind ein wesentlicher Anblick an der Oberfläche die allgegenwärtigen Leuchtreklamen, die aber, glaube ich, außer von den Touris, durch die sich hin- und herwälzenden Menschenmassen ignoriert werden.


Aber es gibt in Tokyo auch ein paar ruhigere Plätze wie den kaiserlichen Park, den Meiji-Schrein, den Asakusa-Tempel und noch ein paar mehr. Die habe ich mir genauso angesehen, wie das Elektronik-Viertel Akihabara, das Rathaus in Shinjuku, Mori-Tower und den einen von zwei Schwerpunkten des tokyoter Nachtlebens in Roppongi und die größere und leichtere Variante des Eiffelturmes - den Tokyo Tower. Außerdem habe ich mir eine Vorstellung im Kabuki-za angesehen. Das ist eine der traditionellen japanischen Theaterformen. Das Stück war die Geschichte von den 47 Ronin - zum Glück! So wußte ich wenigstens, worum es ging, verstanden habe ich nämlich kein Wort.


Während ich den Großteil des Sightseeings bereits am vorletzten Wochenende absolviert hatte, war ich am letzten Wochenende vorrangig für die East Tokyo Open 2009 angereist - Kickern auf'm Tornado mit der Hälfte der japanischen Nationalmannschaft und immerhin den 5. Platz gemacht, yeah!!


Übernachtet habe ich, wie ich's meistens versuche, in Backpacker Hostels. Allerdings gehörte meiner Meinung nach als wesentlicher Bestandteil der Tokyo-Erfahrung auch eine Übernachtung in einem Kapselhotel - das ist nicht schön, nicht bequem und nicht billig, aber der Spaß war es mir Wert!


1 Kommentar 24.11.09 12:07, kommentieren